x mess Die Konferenz
zur [nächsten] Gesellschaft

17. bis 19. November 2011
Malzfabrik, Berlin

Eine Veranstaltung der Stiftung Nächste Gellschaft gGmbH

www.x-society.net

Prof. Natascha Adamowsky

Zum spielerischen Umgang mit neuen Medien

Prof. Natascha Adamowsky

Professorin für Medienkulturwissenschaft der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Zum spielerischen Umgang mit neuen Medien

Nicht die Menge aller Möglichkeiten, die uns die technologischen Entwicklungen bescheren, sondern die Frage, wie wir mit diesen Möglichkeiten umgehen, führt uns auf die Spur struktureller Einschleifungen von Digitalität und Virtualität in Gesellschaft und Organisation.

Basierend auf Ihren ethnologischen Studien beschreibt Natascha Adamowsky den Umgang mit neuen Medien als spielerisch. Welche Chancen bietet Virtualität für Individuum, Organisation und Gesellschaft? Wie verändern sich Identitätskonzepte und welche intelligenten Umgangsformen mit Mitarbeitern werden so möglich?

Zur Person: Auf Ihrer Website liest sich: »Natascha Adamowsky lehrt und forscht im Bereich ludische Erkenntnistheorie, Medienästhetik und Wissenskultur; aktuelle Projekte behandeln das Dispositiv des Wunderbaren in der Moderne, die Medialität des Anormalen sowie ubiquitous computing-Anwendungen im Spiel und den Künsten.« Für Ihre Promotion »Spielfiguren in virtuellen Welten« wurde sie mit dem Sonderpreis der Löwenclub-Stiftung ausgezeichnet. Das Buch wurde unter anderem in der F.A.Z. rezensiert. Bei WELT ONLINE wird Adamowsky in einem Interview grundsätzlicher und erklärt: »Erst das Spiel macht uns zum Menschen.«

 

Prof. Bernd Ankenbrand

Zu Geschäftsmodellen von Finanzinnovationen

Prof. Bernd Ankenbrand

Professor für Constructivist Finance an der Karlshochschule International University

Zu Geschäftsmodellen von Finanzinnovationen

Finanzinnovationen können Segen und Fluch sein - je nachdem aus welcher Perspektive und zu welcher Zeit sie betrachtet werden. Welche Effekte historische Finanzinnovationen hatten, die eine zentrale, auslösende Rolle der Subprime-Krise spielten, können wir alle beobachten. Doch welche Folgen werden aktuelle Finanzinnovationen bewirken? Was blüht uns, wenn eine Bank ihr Geschäftsmodell als "Mitmach-Bank" positioniert? Sind die Begriffe Offenheit, Transparenz, Authentizität und Dialogbereitschaft nur Teil einer Marketing-Kampagne oder charakterisieren sie die nächste Runde "segensreicherer" Finanzinnovationen. Und welche Krise werden diese dann auslösen?

Prof. Dr. Bernd Ankenbrand beschäftigt sich insbesondere mit Geschäftsmodellinnovationen, Social Studies of Finance und Bewertungsthemen z.B. vom Marken und Namensrechten. Seit 2010 ist er Professor für Constructivist Finance an der Karlshochschule International University und zudem seit 2002 Geschäftsführer der MOSAIG oHG, einer Beratung zur Unterstützung von Strategie- und Planungsprozessen, der Markt- und Trendforschung sowie des Risikomanagements. Er studierte Wirtschaftswissenschaften u.a. an der Fernuniversität Hagen, der School of Business der Stockholm University sowie der Universität Witten/Herdecke. Arbeitsstationen von Herrn Ankenbrand beinhalten u.a. Kienbaum Management Consultants, Arthur Andersen, PricewaterhouseCoopers Corporate Finance sowie die gexid GmbH.

 

Prof. Dirk Baecker

Zur unbekannten Zukunft als Integrationsform der Computergesellschaft

Prof. Dirk Baecker

Professor für Kulturtheorie und -analyse an der Zeppelin University, Friedrichshafen

Zur unbekannten Zukunft als Integrationsform der Computergesellschaft

'Dass wir erkennen, was die Welt, im Innersten zusammenhält', so formulierte schon ein gewisser Doktor Faust die Motivation seines Strebens. Und in der Tat: Warum die überraschenden Nachbarschaften, die Systeme und Netzwerke, Schäume und Rhizome nicht einfach in Ununterscheidbares diffundieren, ist alles andere als trivial. Dirk Baecker wird deshalb in seiner Key-Note darüber Auskunft geben, was denn die Nächste Gesellschaft zusammenhält.

Zur Person: Zuerst studierte Baecker Soziologie und Nationalökonomie in Köln und Paris. Weil die Themen und Mentoren so fesselnd waren, folgten Promotion und Habilitation in Bielefeld. Ab 1996 war er dann Professor für Unternehmensführung, Wirtschaftsethik und sozialen Wandel und ab 2000 Professor für Soziologie an der Universität Witten/Herdecke. Dann 2007 der Wechsel an den Bodensee zur Zeppelin University, wo er seit 2007 als Professor für Kulturtheorie und –analyse leidenschaftlich forscht und lehrt.

Lohnenswerte Lektüre sind neben den »Studien zur nächsten Gesellschaft« seine aktuellen Bücher "Form und Formen der Kommunikation" und "Die Sache mit der Führung". Falls man nicht auf den Postboten warten mag, kann man auch auf der Website seines Lehrstuhls vorbeischauen. In O-Ton und O-Farbe lohnt sich das Interview des Schweizer Fernsehens mit dem Titel »Die Krisen der Computergesellschaft«.

Prof. Friedrich von Borries

Zum Atlas der Mobilität

Prof. Friedrich von Borries

Professor für Designtheorie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg

Zum Atlas der Mobilität

Im Rahmen von »Über Lebenskunst«, einem Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes, erstellt das Projektbüro Friedrich von Borries gerade den »Berliner Atlas der paradoxalen Mobilität«, welcher dann im August im Haus der Kulturen der Welt präsentiert wird. Auf der x mess werden wir die Ergebnisse des Atlanten reflektieren und diskutieren, also neue Prinzipien der Mobilität herausstellen.

Von Borries ist promovierter Architekt und machte an der UdK Berlin, der ISA St. Luc Bruxelles sowie an der Universität Karlsruhe Station. Als Gastwissenschaftler war er an der ETH Zürich und am MIT zu finden, sowie als Gastprofessor an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg tätig. Seit 2009 ist er Professor für Designtheorie und kuratorische Praxis an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, wo er zu Entwürfen und Prodzessmoderationen forscht und lehrt. 

Neben seiner wissenschaftlichen Karriere arbeitet er mit seinem Projektbüro an besonderen Projekten, wie die von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Ausstellung Klimakapseln im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, ein Pop-up Store für den Suhrkamp Verlag in Berlin sowie die Entwicklung konkreter städtebaulicher Leitbilder für das Land Berlin und die Stadt Frankfurt. Im Jahre 2008 kam von Borries die Ehre zu als Generalkommissar für den deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Venedig verantwortlich zu sein. »Forschend und entwerfend« an den Fragen der Gegenwart zu arbeiten, ist sein Credo. Zur Visualisierung ist sein Vortrag über WZGÜZSK empfehlenswert. 

Prof. Jan van Dijk

Zu Strategien in Netzwerken

Prof. Jan van Dijk

Professor für Kommunikationswissenschaften an der University of Twente, Niederlande.

Zu Strategien in Netzwerken

Die moderne Gesellschaft befindet sich im Übergang zu einer Netzwerkgesellschaft. Im Internet überlagern und durchdringen sich interpersonale und organisationale Massenkommunikation. Menschen werden vernetzt, die Zugänglichkeit von Information wird selbstverständlich und die Frequenz von Kommunikationen erhöht sich deutlich. Wie Organisation und Gesellschaft von diesen Trends verformt werden und was es dann bedeutet, sich innerhalb von Mediennetzwerken zu bewegen und in der »flow economy« zu navigieren, dazu wird Jan van Dijk Auskunft geben.

Jan van Dijk lehrt und erforscht die Soziologie der Informationsgesellschaft. Er hat eines der wenigen existierenden Konzepte zur Netzwerkgesellschaft entwickelt und erweiterte dieses später um einen weiteren Baustein, den »Digital Divide«, welcher nicht auf Unterschiede in der Zugänglichkeit digitaler Technologien begründet liegt, sondern auf die Fähigkeiten und Kompetenzen abstellt, mit den Technologien umzugehen (digital literacy). Auf seiner Website können Sie sich einen Überblick über seine Forschungsaktivitäten und Publikationen verschaffen.

Prof. Gunter Dueck

Zum Internet als Betriebssystem der Gesellschaft

Prof. Gunter Dueck

ehem. Chief Technology Officer bei IBM Deutschland

Zum Internet als Betriebssystem der Gesellschaft

Gunter Dueck lädt uns dazu ein, die professionelle Intelligenz der nächsten Gesellschaft zu beleuchten. Worauf kommt es morgen an, wenn wir das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem begreifen und "verschwindende Berufe" als Zukunftsspuren einer nächsten Gesellschaft nachgehen? Was bleibt, Herr Dueck? Was kommt?

Nach der Habilitation 1981 war Dueck fünf Jahre Professor für Mathematik an der Universität Bielefeld und wechselte 1987 an das Wissenschaftliche Zentrum der IBM in Heidelberg, wo er sich mit industriellen Optimierungsproblemen beschäftigte und maßgeblich am Aufbau des Data-Warehouse-Service-Geschäftes der IBM Deutschland beteiligt war. Die Liste über Gunter Dueck ist lang, machen Sie sich besser auf seiner hervorragenden Website ein Bild oder schauen Sie sich seinen Vortrag auf der re:publica 2011 an. 

Doch Dueck macht nicht nur, er schreibt auch. Er publizierte satirisch-philosophische Bücher über das Leben, die Menschen und Manager: E-Man, Die Beta-Inside Galaxie und Wild Duck. Seine ganz eigene Philosophie erschien in drei Bänden: Omnisophie: Über richtige, wahre und natürliche Menschen, Supramanie: Vom Pflichtmenschen zum Score-Man und Topothesie: Der Mensch in artgerechter Haltung. Der Springer-Verlag publiziert seine Werke unter der eigenen Rubrik Dueck’s World.

Prof. Georg Franck

Zur »Ökonomie der Aufmerksamkeit«

Prof. Georg Franck

Professor für EDV-gestützte Methoden in Architektur und Raumplanung an der TU Wien

Zur »Ökonomie der Aufmerksamkeit«

"Die Aufmerksamkeit anderer Menschen ist die unwiderstehlichste aller Drogen. Ihr Bezug sticht jedes andere Einkommen aus. Darum steht der Ruhm über der Macht, darum verblaßt der Reichtum neben der Prominenz", so formuliert Franck die ethische Basis seiner Theorie. In einem Meer von Informationen sei es nicht mehr die Information selbst, die als heuristisches Prinzip gelten könne, sondern die Frage entscheidend, ob und wie wir mit Informationen umgehen, mit welcher Referenz und mit welchen Konsequenzen wir rechnen, wenn wir den Zusammenhalt von Ökonomie und Gesellschaft verstehen wollen. 

Die Ökonomie der Aufmerksamkeit konkurriert mit der vertrauten Ökonomie des Geldes. Wo sollen wir unsere Aufmerksamkeit investieren? Wie können wir die Aufmerksamkeit anderer wecken? Interessant an dem Konzept der Aufmerksamkeit ist vor allem die soziale Komponente, denn, so die These Francks, Geld werde als Schmiermittel der Ökonomie nicht mehr ausreichen, wenn wir strukturelle Elemente wie Netzwerke, flows, layer, you name it, in den Blick bekommen wollen.

Georg Franck ist ein Architekt und Stadtplaner, der sein Handwerkszeug für sein Schaffen ebenso wichtig hält, wie ein Verständnis gesellschaftlicher Prozesse. Zuerst studierte er Philosophie, Architektur und Volkswirtschaftslehre in München. Sogleich folgte die Promotion in Volkswirtschaftslehre. Er arbeitete zwei Jahrzehnte als freier Architekt und Software-Entwickler für Raumplanung. Seit 1994 ist er Professor für EDV-gestützte Methoden in Architektur und Raumplanung an der Technischen Universität Wien.

Prof. Tom Fuerstner

Zu Organisationen als algorithmic traces

Prof. Tom Fuerstner

Professor für Angewandte Kunst am Institut für Bildende und Mediale Kunst an der Universität Wien

Zu Organisationen als algorithmic traces

Tom Fuerstner is heading R&D Efforts since 1989. Previous positions include the development of the first european interactive television demonstrators for the BBC and Oracle, technical director during the highly successful launch of the web activities of the Austrian Broadcasting Agency (ORF) as well as founder and head of the Institute For Net Development at the Center For Arts And Media in Karlsruhe. Before co-founding System One, Tom Fuerstner was a professor for Visual Media Arts at the University Of Applied Arts in Vienna. He works right now as Art Director for bwin.party, the world's biggest online gaming provider.

Tom Fuerstner holds a master in Social Economics and is a life tenured professor for Media Arts and Sciences.

 

Sebastian Gießmann

Zu Netzwerken und Schwärmen

Sebastian Gießmann

Referent für Netzpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Zu Netzwerken und Schwärmen

Organisationen sind längst Netzwerke. Sollten sie auch schwärmen können? Sozialfiguren jenseits des Menschen, jenseits der Hierarchie haben andauernd Konjunktur. Aber was steht auf dem Spiel, wenn sich Taktiken, Strategien und Akteursformationen weiter darauf einlassen?

Sebastian Gießmann arbeitet als Referent für Netzpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Er war zuvor Research Fellow im Exzellenzcluster TOPOI und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin.

Dr. Annette Gebauer 

Zu Mindful Organizing

Dr. Annette Gebauer

Systemische Organisationsberaterin und Inhaberin von ICL (Interventions for Corporate Learning)

Zu Mindful Organizing

Was brauchen Unternehmen, um in unzuverlässigen Zeiten zuverlässige Leistungen zu erbringen? Annette Gebauer von ICL in Berlin erforscht, wie Organisationen sich mit „Collective Mindfulness“ auf die nächste Gesellschaft einstellen können. Mindfulness ist eine neue Prämisse des Organisierens, die nicht die genaue Kenntnis der besten Landkarte, sondern die Herstellung, die Revision, den Vergleich und die intelligente Auswahl von Karten ins Zentrum stellt. Mindful Practices versorgen die Organisation mit der notwendigen Nervosität, um wach zu halten, dass die künftige Zukunft eine andere sein wird als die gegenwärtig Vorgestellte.

Annette Gebauer ist systemische Organisationsberaterin und spezialisiert auf High-Reliability Organizing. Sie entwickelt neue Methoden zur Beobachtung und Entwicklung  von Collective Mindfulness, um die Zuverlässigkeit und Innovativität von Unternehmen zu stärken. Sie ist Inhaberin von ICL (Interventions for Corporate Learning) in Berlin, Mitgründerin des europäischen proHRO-Networks und Kooperationspartnerin des MZ-X.

Prof. Gesche Joost

Zur Designforschung in Enterprises

Prof. Gesche Joost

Professorin für Designforschung an der Universität der Künste Berlin und Leiterin des Design Research Lab der Deutschen Telekom Laboratories

Zur Designforschung in Enterprises

Wie wollen wir in der Zukunft kommunizieren? Welche Designmethoden helfen und inspirieren uns in Forschung und Entwicklung? Wie schafft man es, Kunden in solche Prozesse und Methoden zu integrieren? Welche Formen von Technologie und Innovationen genügen den Qualitätsmerkmalen von sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit? 

Diesen Fragen widmet sich Prof. Dr. Gesche Joost seit 2005 als Leiterin des Design Research Lab an den Deutschen Telekom Laboratories, An-Institut der TU Berlin. Des Weiteren lehrt sie als Professorin für Designforschung an der Universität der Künste Berlin. 2008 bis 2010 war sie als Juniorprofessorin an der TU Berlin verantwortlich für das Fachgebiet "Interaction Design & Media". Gemeinsam mit internationalen Partnern entwickelt sie Forschungs- und Lehrprojekte, u. a. zur taktilen Human Computer Interaction, zu Sustainability im Design und zu Gender- und Diversity Aspekten in der Mensch Maschine Interaktion. Sie ist Vorsitzende der DGTF (Deutsche Gesellschaft für Designtheorie und Forschung e.V.) und Jurymitglied der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2006 wurde sie als einer der "100 Köpfe von morgen" im Rahmen der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" ausgezeichnet. Sie ist Mitglied im Beraterkreis von Peer Steinbrück und wurde 2008 mit dem Nachwuchs-Wissenschaftspreis des Regierenden Bürgermeisters von Berlin ausgezeichnet. Gesche Joost lebt und arbeitet in Berlin. 

Dr. Maren Lehmann

Zu Individuen als Innovationsresourcen

Dr. Maren Lehmann

Assistentin am Lehrstuhl für Kulturtheorie- und Analyse an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen

zu Individuen als Innovationsressourcen

Individuen sind Innovationsressourcen in einem doppelten Sinne: weil es so unermesslich viele von ihnen gibt, einerseits. Und weil sie zwar, in dieser Unermesslichkeit, mit sich rechnen lassen, dabei aber nie wirklich ausrechenbar sind, andererseits. Sie sind eigensinnige Leute: unruhig, unzuverlässig und flüchtig. Und sie sind nervöse Nachbarn: Sie lassen sich auf alles ein, dem sie sich auch entziehen können. Sie sind die unordentliche Seite jeder Ordnung, das Medium jeder Form sozialer Organisation, die Grenzmanager jedes Systems.

Maren Lehmann ist Privatdozentin für Soziologie an der Universität Witten-Herdecke, Assistentin am Lehrstuhl für Kulturtheorie und Kulturanalyse der Zeppelin University Friedrichshafen/Bodensee und Lehrbeauftragte der Universität Erfurt (Allgemeine Soziologie und Soziologische Theorie). Auf ihrer Website finden Sie ihre Publikationen, aktuelle Texte und ihre Forschungsschwerpunkte: Individualitätstheorie (insbesondere Kalküle des Individuums in Bürokratien und Netzwerken) Kommunikationstheorie der Zeit (insbesondere Gedächtnisvarianten sozialer Selbstorganisation) Soziologische Diagrammatik (Theorie rechnender Formen) und Miszellen zu Religion, Revolution und Rausch. Auf ihren Beitrag zur x mess beziehen sich die beiden Bände "Theorie in Skizzen" (Merve 2011) und "Mit Individualität rechnen" (Velbrück 2011; soeben erschienen). Zu ersterem erschien kürzlich unter dem Titel "Basteleien" eine kleine Rezension in der FAZ (Fr., 26.8., Feuilleton S. 32).

Sind Organisationen also vergesslich? Ja, meint Maren Lehmann in diesem Video.

Prof. Larry Leifer

Zu Managing as Designing

Prof. Larry Leifer

Direktor des Center for Design Research (CDR) an der Stanford University

Zu Managing as Designing

Every week Larry Leifer meets with his dozen or so PhD students to discuss design as a research field and a philosophical perspective. His main lines of activity and academic focus include the following. As director of the Center for Design Research at Stanford, he uses a variety of courses and industry partners as laboratories to find out what designers really do when they do design. Thus his group develops technical and behavior interventions to help design teams do a better job. He is the co-author of several books and a few hundred publications. He promotes an intellectual approach to design thinking in the academic world, in the corporate world, and now at the x mess. Leifer’s research is concerned with the usage, understanding, support and improvement of the praxis of design through theoretical frameworks derived from real world evidence. He dedicates himself especially to themes like design research methodology, team dynamics, innovation management, interactive innovation spaces, and adaptive human-maching interaction systems. You can find the answer for a need of an own Research Center in this interview.

 


Leifer began his design-science career at Stanford where he took degrees in engineering, art, and neuroscience. Since 1976 he is Professor for “Mechanical Engineering Design” and since 1984, founding director of the CDR.  He is a founding partner (2006) with the famous Hasso Plattner Institute of Design at Stanford (the d.school) for which his graduate student, David Kelley (IDEO co-founder) serves as director. Since 2008 he is the founding director of the Hasso Plattner Design Thinking Research Program at Stanford in partnership with HPI, Potsdam.  

 

 

Kevyn Eva Norton

Zur New World of Work

Kevyn Eva Norton

Program Manager "New World of Work" von der Microsoft Schweiz

Zur New World of Work

Die Arbeitswelt befindet sich im Umbruch. Neue Arbeitsmodelle sowie andere Organisations-, Unternehmens- und Führungsstrukturen sind am Entstehen, die das Wie und Wo wir arbeiten maßgeblich beeinflussen. Moderne Technologien sind hier Treiber für Wandel und eröffnen Unternehmen wie Mitarbeitern neue Chancen und Perspektiven.

 «New World of Work» ist die langfristige Initiative von Microsoft Schweiz, Nutzen aus diesen Entwicklungen zu ziehen und durch bewussten Umgang und Veränderungen in den Bereichen Unternehmenskultur sowie Technologieeinsatz und in der räumlichen Arbeitsumgebung die Effektivität und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden nachhaltig zu steigern. Teil der Initiative war auch Dabei auch das Wagnis die gesamte Büroinfrastruktur nieder zu reißen und die Mitarbeiter für einige Monate vom Home-Office aus zu arbeiten. Wie sieht also die Zukunft des Arbeitens aus? Welchen Einfluss haben also die neuen Zusammenarbeitsformen auf Unternehmens- und Führungsstrukturen? Wir freuen uns bezüglich dieser Fragen Kevyn Eva Norton, Program Manager New World of Work Microsoft Schweiz auf der x mess begrüßen zu dürfen. Sie ist seit 2004 bei Microsoft Schweiz, zuerst als Solution Sales Professional und anschließend als  Strategy Consultant tätig. Sie ist als ProgrammManagerin für die Initiative Live &Work und weiteren Projekten rund um das Thema New World of Work zuständig. Davor war sie als Senior Manager und Project Manager in Unternehmen wie Cambridge Technology Partner, SIGG AG und Kraft Jacobs Suchard tätig.

 

Jan A. Poczynek

Zur New World of Work

Jan A. Poczynek

Organisationsberater und Gründer von "menschen teams organisationen"

Zur New World of Work

Die Arbeitswelt befindet sich im Umbruch. Neue Arbeitsmodelle sowie andere Organisations-, Unternehmens- und Führungsstrukturen sind am Entstehen, die das Wie und Wo wir arbeiten maßgeblich beeinflussen. Moderne Technologien sind hier Treiber für Wandel und eröffnen Unternehmen wie Mitarbeitern neue Chancen und Perspektiven.

 «New World of Work» ist die langfristige Initiative von Microsoft Schweiz, Nutzen aus diesen Entwicklungen zu ziehen und durch bewussten Umgang und Veränderungen in den Bereichen Unternehmenskultur sowie Technologieeinsatz und in der räumlichen Arbeitsumgebung die Effektivität und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden nachhaltig zu steigern.Wie organisiert man ein Change-Projekt als Umbau am laufenden Motor? Welchen Einfluss haben die neuen Arbeitsformen auf die Unternehmens- und Führungsstrukturen? Welche Herausforderungen stecken darin für das Individuum – bei 100% Betroffenen? Diesen Fragen wird sich Jan Poczynek auf der x mess widmen und seine Erfahrungen als Initiator des Projektes weitergeben. Er ist Organisationsberater, Trainer und Coach aus Wien. In seinem internationalen Netzwerk ist er seit 2008 mit Partnern in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich in der D-A-CH Region aktiv und arbeitet mit allen Unternehmensgrößen von Start-up’s, KMU’s bis zu multinationalen Konzernen.  Als Blogautor der  "denkwerkstatt" publiziert er regelmäßig zu Trends und Entwicklungen in seinen Schwerpunktfeldern.

Prof. Dirk Rustemeyer

Zur Philosophie der [nächsten] Gesellschaft

Prof. Dirk Rustemeyer

Professor für Pädagogik an der Universität Trier und Gastprofessor für Kulturreflexion in Witten/Herdecke

Zur Philosophie der [nächsten] Gesellschaft

Dirk Rustemeyer, Studium der Philosophie, Sozialwissenschaften, Pädagogik und Geschichte. Lehrt Philosophie an der Universität Witten/Herdecke und Pädagogik an der Universität Trier. Arbeitsschwerpunkte sind eine Philosophie der Sinnbildung, der Kultursemiotik und der Wissensformen. Der aktuelle Kulturbegriff der Kulturwissenschaften definiert die Situation des Menschen als ein Problem, das in der aktuellen Lage der Gesellschaft nach neuen Formulierungen sucht. Für Rustemeyer heißt Kulturreflexion dann, die Kultur als eine Ressource der Verständigung auf offene Fragen zu verstehen und sie in dieser Form der Weltgesellschaft bei der Suche nach einer neuen Selbstbeschreibung zur Verfügung zu stellen. Bei der Modernisierung des Kulturbegriffs arbeitet Rustemeyer mit Rückgriffen auf philosophische Begriffe, die eine ebenso große Rolle spielen wie Beobachtungen künstlerischer Projekte und Beschreibungen historischer Prozesse. Als Autor vieler Bücher verdienen unter dem thematischen Blickwinkel der x mess besonders die folgenden Werke eine Würdigung: "Oszillationen. Kultursemiotische Perspektiven." und "Diagramme. Dissonante Resonanzen: Kunstsemiotik als Kulturtheorie". 

 

Prof. Rudolf Wimmer

Zu Führung in der [nächsten] Gesellschaft

Prof. Rudolf Wimmer

Geschäftsführender Gesellschafter der osb Wien Consulting GmbH und Professor für Führung und Organisation am Institut für Familienunternehmen der Universität Witten/Herdecke

Zu Führung in der [nächsten] Gesellschaft

Rudolf Wimmer ist bekannter Experte für Strategie- und Führungsfragen. Er hat die Übersetzung von systemtheoretischen Kalkülen auf die organisationale Praxis durch seine Wirken als Berater und seine Publikationen wesentlich vorangetrieben. Seine Überblickswerke, wie Systemische Strategieentwicklung, gelten als Standard. 

Wimmer studierte zunächst Rechts- und Staatswissenschaft sowie Politikwissenschaft in Wien. Er habilitierte an der Universität Klagenfurt zu Gruppendynamik und Organisationsentwicklung. Seitdem forscht und lernt er zu Fragen des Überlebens von Familienunternehmen, insbesondere zu den speziellen Herausforderungen schnell wachsender Familienunternehmen.

Prof. Gesa Ziemer

Zu Komplizenschaften

Prof. Gesa Ziemer

Professorin für Kulturtheorie und kulturelle Praxis an der HafenCity Universität Hamburg

Zu Komplizenschaften

Was sind die Potentiale temporärer, instabiler Umgebungen? Und wie kann man unter solchen Bedingungen kollektiv agieren? Von der Kunst und im Speziellen der Bühnenarbeit weiß Gesa Ziemer einiges zum Umgang mt fragilen Umwelten zu erzählen, doch wird sie das auf der x mess nicht tun. Stattdessen wird sie ihr Konzept der »Komplizenschaften« erfahrbar machen.

"Komplizenschaft kultiviert das Betreten von Grauzonen und lässt informelle Arbeitsprozesse und Intimität zu." Der Begriff unterscheidet sich von Konzepten wie Teamwork, Alianzbildung und Netzwerk. Doch was kann die Kunst schon über Arbeitsformen der Zukunft sagen? Hören Sie selbst: Gesa Ziemer diskutiert mit Dirk Baecker bei DRS2.

Auf ihrer Website finden sich über Veröffentlichungen, Projekte und Biografie alles zu ihrer Person. Dort liest sich auch: Gesa Ziemer (Prof. Dr. phil.), geboren 1968, lebt in Hamburg. Sie ist Professorin für Kulturtheorie und kulturelle Praxis an der HafenCity Universität Hamburg und Dekanin für den Studienbereich Kultur der Metropole. Zudem lehrt sie an der Zürcher Hochschule der Künste. Als freie Kuratorin realisiert sie Projekte an den Schnittstellen von Wissenschaft (Philosophie/Kulturtheorie), Kunst (performing arts) und Wirtschaft (Kreativwirtschaft). Des Weiteren ist sie im Beirat des Steirischen Herbstes Graz und im Kuratorium des Choreografischen Zentrums pact zollverein Essen.